Die Treppenschranke

Sicherheit im Treppenhaus

Immer wieder kommt es in Heimen und Krankenhäusern im Antrittsbereich von Treppen und Rampen zu Unfällen durch Stürze, manchmal sogar mit tödlichem Ausgang. Um diese Problemzonen zu entschärfen, wurde die Treppenschranke entwickelt. Sie ersetzt wirkungsvoll herkömmliche Absperrvorrichtungen und unterstützt die Träger von Pflegewohnheimen in Ihrer Pflicht, die körperliche Unversehrtheit der Heimbewohner zu schützen (BGH).

TreppenschrankeAnwendungsbereiche

Die Treppenschranke kommt in Seniorenheimen, Pflegestationen, psychiatrischen Einrichtungen, Krankenhäusern und öffentlichen Gebäuden zum Einsatz. Besonders eignet sie sich für Einrichtungen, in denen sich geistig und/oder körperlich behinderte Personen bewegen.

 

 

Treppenschranke

Bislang wurden abgehende Treppen oder Rampen mit sich zum Flur hin öffnenden Drehtüren abgesichert. Dies kann im Panikfall ein schwer zu überwindendes Hindernis darstellen, da die Tür entgegen der Fluchtrichtung und gegen den Gedrängedruck der Fliehenden geöffnet werden muss. Die Treppenschranke ersetzt hervorragend bereits vorhandene Drehtüren, die ein erhebliches Fluchthindernis im Gefahrenfall darstellen. Die Schranke hingegen lässt sich einfach nach oben heben und der Weg ist frei. Im Gefahrenfall kann die Schranke zwischen den Holmen aber auch durchstiegen werden. Sie verriegelt den Fluchtweg Treppenhaus mithin nicht so zwingend wie beispielsweise eine Tür. Ein Umstand, der den Aufsichtsbehörden die Akzeptanz der Treppenschranke gewöhnlich sehr erleichtert.

Bedienung und Funktionsweise

Die beiden drehbar gelagerten Arme der Schranke sind unter der Abdeckhaube durch eine Schubstange miteinander verbunden. Daraus resultiert
eine synchrone Öffnungs- bzw. Schließbewegung beider Holme.

Da die Schranke, im täglichen Gebrauch von Hand geöffnet werden muss, unterstützt (erleichtert) ein Federelement den Anhebevorgang. Ein ebenfalls eingebauter Dämpfer lässt die beiden Arme danach selbsttätig in die Sperrstellung  zurückgleiten. Dieser Vorgang passiert zwingend und geräuschlos. Ein Verschließen der Schranke durch den Benutzer ist somit nicht erforderlich (Arbeitszeit).

Hier ein kleines Rechenbeispiel zur Amortisation der Treppenschranke über die Arbeitszeit:

Angenommen eine Drehtür wird etwa 100 mal pro Tag benutzt und das Öffnen, Durchschreiten und wieder Verschließen der Tür würde nur 5 Sekunden dauern, dann würden innerhalb eines Jahres 182500 Sekunden (100 x 5 sec x 365 Tage) für alle Öffnungsvorgänge benötigt.
Das bedeutet: 182500 sec : 3600 sec = ca. 50 Stunden.
Bei einem Arbeitgeber-Bruttostundensatz von nur 25,-€/h müssten 1250,- €/Jahr an Lohnkosten für die Betätigung der Drehtür aufgewendet werden. Die Treppenschranke erfordert allenfalls ein Viertel der Zeit.

  • Leichte Bedienbarkeit
  • Sichere Funktion
  • Keine Fluchtwegeinengung
  • Robuste und patentierte Mechanik

Technisches

Diese Schranke besteht aus zwei sich parallel bewegenden Schrankenarmen, die über eine Grundplatte und eine entsprechende Mechanik, miteinander verbunden sind. Der obere Schrankenarm in etwa 900 mm Höhe hat Geländerfunktion, der Untere dagegen, in ca. 120 mm Höhe, verhindern das Unterfahren der Schranke mit dem Rollstuhl oder dem Rollator. Die Schranke wird im täglichen Gebrauch von Hand (oder auch mit dem Fuß), durch eine Feder unterstützt, geöffnet. Sie fällt danach, selbsttätig und gedämpft nahezu geräuschlos innerhalb von ca.15 sec. wieder in die Waagerechte, ohne einzurasten. Die Öffnungsrichtung ist hier nicht „gegen" und nicht „in" Fluchtrichtung, wie bei Türflügeln, sondern die nach Oben. Sie lässt sich deshalb auch bei Gedrängedruck öffnen. Damit ist sie Drehtüren, Pollern und Seilen als Sicherung von Treppenabsätzen weit überlegen. Im geöffneten Zustand hat die Schranke eine Bautiefe von nur 80 mm. Damit verringert sie nicht die vorgeschriebene Fluchtwegbreite (= lichter Abstand zwischen rechtem und linkem Treppenhandlauf). Um Fingerquetschungen beim Betätigen der Schranke zu vermeiden, haben die senkrecht gestellten Holme ringsum mindestens 20 mm Raum. Sie schlagen beim Öffnen nicht an die Wand. Alternativ, kann die Schranke mit einem Elektrospindelmotor ausgestattet werden, der, z. B. an die hauseigene RWA angeschlossen, die Schranke im Rauch- oder Brandfall automatisch öffnet. Dabei sind die Schrankenarme mechanisch mit dem Motor nicht fest verbunden. Dieser drückt lediglich auf eine interne Platte, und schiebt die Schranke damit nur auf. Sie kann daher auch während des automatischen Öffnungsvorgangs (Dauer ca. 15 sec.), von Hand schnell und ganz aufgestoßen werden.

Produktmerkmale

Zutrittsperre zur Vermeidung des unbeabsichtigten Zutritts zu unfallträchtigen Örtlichkeiten, wie Treppen, Rampen usw.

  • Sichert Personen auch mit Rollstuhl oder Gehhilfe gegen Treppenstürze
  • Problemlose Bedienbarkeit durch leichtes Anheben der Schranke
  • Die Schranke ist patentiert
  • Keine Betriebsgeräusche durch gedämpftes Schließen
  • Hohe Haltbarkeit
  • Gut geeignet für den nachträglichen Einbau, auch im Altbau
  • Nur geringfügige Verringerung der Fluchtwegsbreite
  • Lässt sich im Gefahrenfall auch bei Gedrängedruck öffnen
  • Verschiedene Schrankenlängen 750mm bis 1000mm in 50mm Stufen
  • Haltbare Schrankenarme aus Edelstahl
  • Montagesätze für rechts- und linksseitigen Einbau
  • Optionale Zwangsöffnung ausgelöst durch bauseitige RWA (Rauchmeldeanlage)
  • Optionale Standsäule für freistehende Aufstellung
  • Optionaler Standflügel oder Doppelschrankenbetrieb


Ihr Ansprechpartner:
Stefan Fietz
Fachberater barrierefreies Bauen und Wohnen
Telefon: 05 41 / 35 84 13 51
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